Atsauksmes :: komponiste Ruta Paidere

Ruta Paidere

Ehrenbergstraße 56

22767 Hamburg

+49 177 9770630

rutapaidere@hotmail.com

  • "Lines. Points of Intersection"

    Magischer Konstruktivismus. Feinnervig gestaltete Klangplastik aus vielfach sich überkreuzenden, umschlingenden, einander anschmiegenden Lineaturen. Zitternde, flirrende, mäandernde, stockende Tonbewegungen in vorwiegend hohen Lagen, fragile Klänge gezupfter Violin- und Klaviersaiten. Durchgängiger Spannungsbogen in drei Teilen je unterschiedlicher Textur: Schrittweiser, repetitiver, vielfarbiger Erkundung des A-Dur-Tonvorrats folgt ein bewegter Mittelteil (Akkorde, Tremoli, Arpeggien, Triller) und ein rhythmisch markant gearbeiteter, allmählich auspendelnder Schlussteil. Sehr hohe gestalterische Präzision erforderlich. Die in Hamburg lehrende Lettin wurde durch die Arbeit der deutsch-venezolanischen Künstlerin Gego (1912-1994) zu diesem Duo inspiriert. Die weise Beschränkung auf einen kleinen Vorrat an Gesten und Klängen, die dann mannigfach variiert werden, führt zu betörend intensiver Musik.
  • "Tempera"

    "Vispatīkamākos un aizraujošākos jaunatklājumus tomēr nesa koncerta otrā daļa, kurā mūziķi vispirms pievērsās Rutas Paideres jaundarbam kamerorķestrim "Tempera". Paideres skaņumāksla palikusi atmiņā ar savdabīgiem vaibstiem un nekonvencionālu radošās domas risinājumu jau no divus gadus atpakaļ Lielajā ģildē izskanējušās simfoniskās partitūras "Profiles of Sand", taču skaņdarbu "Tempera" uztvēru kā vēl jo nozīmīgāku sasniegumu komponistes mākslinieciskajā biogrāfijā".
  • "Black Nightshade"

    "Beim "Schwarzen Nachtschatten" handelt es sich - die Älteren unter uns werden sich erinnern - um eine teilweise giftige Pflanze, die wahlweise als Medizin oder für schwarzmagische Rituale gebraucht werden kann. Beide Seiten finden sich in Ruta Paideres erlesen besetzter Komposition wieder: Sensible Klangstrukturen und alptraumhafte Szenen brachialer Gewalt. Die ungewöhnliche Kombination der Instrumente wirkt dabei besonders eindrucksvoll."
  • "Profiles of Sand"

    "Großes Orchester, Schlagzeug nur mit Metallophonen; Klavier, Cembalo und E-Orgel bilden eine Art Concertino. Einsätzig, fast durchgehend rasches Tempo. Kompakter Orchestersatz, markante Rhythmen, Streicher häufig geteilt. Traditionell notiert, vermutlich nicht leicht zu koordinieren. Ein lebhaftes und farbiges Orchesterwerk der in Hamburg lebenden lettischen Komponistin".
  • "Himmel unterschiedlich"/"Different Skies"

    "Wenn man sich erst einmal durch die – sagen wir einmal: künstlerische – Handschrift der lettischen Komponisten gearbeitet hat, entfalten sich vor dem inneren Ohr Szenen wie aus Bildern von Goya und Turner. Die Lust an der Katastrophe scheint mit Händen greifbar zu sein: „Himmel über einer brennenden Stadt“ – „Himmel mit Wolke“ – „fällt vom Himmel“ – „Grauer Himmel“ – „Landschaft, von der der Himmel genommen wurde".
  • "Black Nightshade"

    "Veiksme ir arī otrs šī koncerta jaundarbs - Rutas Paideres "Black Nightshade" ("Melnā Naktene" – indīgs augs) mandolīnai, trombonam un klavierēm. Triju lielu posmu attīstībā pirmie divi operē ar frāžu šķēlumiem, sarežģītām, dziļām jūtu plaisām un lidojumiem, brutālu un ļoti jūtīgu "būšanu" paralēlēm dazādu telpu ieskāvumā. Visiespaidīgākā ir apjomīgā fināldaļa, kurā pat kaut kas no neregulāra minimālisma- neapturama mandolīnas, trombona un klavieru vibrācija betonsmagi, neatlaidīgi virzās ar nenovēršamu spēku. Šeit tiešām attaisnojas "Trio Mouzar" sastāva dinamiskā neviendabība".
  • "Himmel unterschiedlich"/"Different Skies"

    "In den erlauchten Kreis "farbenhörender" Komponisten begibt sich nun auch die in Hamburg lebende Lettin Ruta Paidere mit ihren Streichquartett-Skizzen "Himmel unterschiedlich", die das hiesige Nathan Quartett an die Spitze seines vierten Abends im kleinen Saal der Laeiszhalle setzte: fünf farb- und lautempfindliche Klangansichten des Himmels, die Paidere von Bildern des Malers Anselm Kiefer empfing. 1945 geboren, entwickelte dieser ein Repertoire affekt-auslösender Bildzeichen im Dienste deutscher Vergangenheitsbewältigung, die als "Archäologie der Trauer" bezeichnet wurde. "Himmel über einer brennenden Stadt" heißt Paideres erstes "Satzbild", pastos aufgetragen mit breithaarigem Bogenstrich, während sich "Himmel mit Wolke" in fahle Töne "am Steg" und lichte Flageoletts verflüchtigt. Die Bild-Idee "fällt vom Himmel" verfängt sich in Sterntaler-Pizzicati und Sternschnuppen-Glissandi".